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des Jugendhaus Don Bosco Der Verein "Kinderheim Penzberg e.V.“ hatte 1982 diesen
Namen erkoren, um den Lebensort "Kinderheim", mit seinem
klischeehaften Beigeschmack umzubenennen, wissend, daß
Erziehung auch ein Leitbild braucht. 1926 wurde von der kath. Kirchengemeinde Penzberg in der 1949 beschreibt die Chronik: "Der Mangel an technischen Geräten behinderte die Arbeit der Schwestern und
beanspruchte großen Kräfteverbrauch. Unter der Last der Sorgen brach die Oberin zusammen. Ihr Ableben
war für das Heim ein schmerzlicher Verlust." 1965 das Ordinariat, der Trägerverein "Kathol. Jugendwerk e.V." und die beiden Penzberger Pfarrer, daß ein neues Kinderheim errichtet werden sollte und zwar in Penzberg - Steigenberg, an seinem heutigen Standort.1967 erfolgte der erste Spatenstich, 1969 war der Neubau so weit fertiggestellt, daß ein Umzug ins Auge gefaßt und getätigt wurde. 60 Kindern sollte das neue Heim Platz bieten, hierfür entstanden 4 Wohngruppen mit je 15 Plätzen. Im selben Jahr noch verändert auch der Trägerverein seinen Namen und nennt sich ab 30.1.69 "Kinderheim Penzberg e.V.". Schon bald erwies sich auch das neue Heim als zu klein. Im Jahre 1975 wurde vom damaligen Stadtpfarrer und Vorsitzenden des Trägervereins Herrn Ludwig Obereisenbuchner ein Erweiterungsbau, der sogenannte "Lehrlingsbau" geplant und nach großen Mühen. 1976 fertiggestellt. Der Neubau enthält eine zusätzliche Wohngruppe für männliche Jugendliche, eine Mitarbeiterwohnung, ferner im Untergeschoß ein Schwimmbad und einen Gymnastikraum mit reichhaltiger Ausstattung. Aber auch in den folgenden Jahren wurde viel verbessert, früh wurden aufwendige Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen notwendig. Dächer und Fenster waren undicht, die Wände durchfeuchtet. Im Jahre 1983 hatte auch die Küche eine Renovierung dringend nötig und erhielt eine moderne, leistungsfähige und hygienische Einrichtung. 1986 verfügt das Jugendhaus Don Bosco in Penzberg also über 4 Familienwohngruppen und eine Lehrlingswohngruppe, die von einem Sozialpädagogen und einem Erzieher betreut wurde. Die Familienwohngruppen wurden von Niederbronner Schwestern geleitet, denen zusätzlich eine Erzieherin und/ oder Kinderpflegerin zur Seite stand.Im Jahre 1986 wurde von der damaligen Oberin und Heimleiterin Sr. Fidelia Windpassinger und dem Verein der Bau eines Mehrzwecksportplatzes auf dem Gelände beschlossen. Bereits im Folgejahr, 1987 konnte dieser eingeweiht werden und bot so den Kinder zusätzliche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Im Jahr 1988 begann eine fachlich tiefgreifende Umstrukturierung des Jugendhauses. Bis dahin wurde das Haus als
heilpädagogisch orientierte Einrichtung betrieben, jetzt wurde aufgund steigender Anforderungen die
Qualifizierung und fachliche Spezialisierung zum heilpädagogischen Heim angestrebt und bis 1990 konsequent
in die Tat umgesetzt.Dies bedeutete eine Reduzierung der Plätze auf maximal 9 Kinder/ Jugendliche pro Gruppe ( vormals 12 ).
Ferner wurde das Erziehungs- und Fachdienstpersonal kräftig aufgestockt. Jetzt arbeiteten in jeder Gruppe 4
pädagogische Fachkräfte (Erzieher / Sozialpädagogen), ferner im Haus ein Diplompsychologe und eine
Heilpädagogin, um die therapeutische Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. 1990 wurde mit dem Bau einer Außenwohngruppe am Westend begonnen, zur selben Zeit eine Jugendwohngruppe
für Jugendliche Mädchen aufgebaut und erstmals junge Erwachsene im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens
über das 18. Lebensjahr hinaus in die Selbständigkeit fachlich begleitet. 1992 konnte das Jugendhaus Don Bosco aufgrund des neuen Kinder- und Jugendhilfegesetztes nach mehreren Anläufen eine Fachstelle für die Arbeit mit Eltern und Angehörigen schaffen. Im gleichen Jahr wurde unsere heilpädagogische Arbeit erweitert und fachlich vertieft. Zusätzlich zum heilpädagogischen Fachdienst im Haus können wir seit dieser Zeit heilpädagogisches Reiten für Kinder und Jugendliche anbieten. Unter der Anleitung einer dafür ausgebildeten Sozialpädagogin können die Kinder hier Ängste abbauen; Verkrampfungen und motorische Koordinationsstörungen, die vielfach Verhaltensschwierigkeiten und Leistungsstörungen mitbedingen, können gezielt behandelt werden und - das ganze macht viel Freude! 1995 Im Jahr 1995 entsteht aufgrund des zunehmenden Bedarfes eine eigene neue sozialpädagogische Planstelle für die Nachbetreuung junger Erwachsener, das sogenannte Einzelbetreute Wohnen. 1998 Um die räumlichen Möglichkeiten der Jugendwohngruppe für Mädchen und der Fachdienste zu verbessern,
wird der Flachbau am Nordwestende des Hauses ausgebaut . Hier entstehen neue und flexible Arbeitsräume
für diverse Fach- und Funktionsdienste sowei Besprechungs- und Konferenzräume.Im Zuge der
Flexibilisierung der Hilfen entwickelt das Jugendhaus Don Bosco ein Nachbetreuungskonzept und schafft dafür
die Kapazität einer halben Sozialpädagogenstelle. Ziel dieser Arbeit ist es, Rückführungen von Kindern in
Familien zu beschleunigen und zu verbessern. 1999 Im Sommer 1999 werden die "Schwestern vom göttlichen Erlöser", auch kurz Niederbronner Schwestern
genannt (Sr. Monika Klinger, Sr. Gabriele Fischer, Sr. Wolberta Wittl; Sr. Regula Hassler ) aus
Altersgründen vom Orden abgezogen. Weltliches Personal rückt im pädagogischen und hauswirtschaftlichen
Bereich nach.
2000 Das Jugendhaus Don Bosco beantragt und erhält im hauswirtschaftlichen Bereich eine
Ausbildungserlaubnis für Hauswirtschafterinnen und hauswirtschaftstechnische Helferinnen. Hier
können sowohl externe Azubis als auch eigene Jugendliche ausgebildet werden, die aufgrund ihrer
Schwierigkeiten besonders schwer in eine Ausbildung zu vermitteln sind. Der seit mehr als 5 Jahre geplante und überfällige Renovierung der Innenwohngruppe für jugendliche
Mädchen kann beginnen und wird im selben Jahr abgeschlossen. Die sehr beengt lebende Gruppe erhält im
Erdgeschoß neue Gemeinschaftsräume. Zudem entstehen Verselbständigungsplätze für innenbetreutes
Wohnen. 2001 Im Juli 2001 erhält Schwester Gabriele Fischer, stellvertretend für ihre Gemeinschaft von der bayerischen Staatsregierung das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Anerkannt wird damit das langjährige engagierte Wirken im Jugendhaus Don Bosco. 2005 Im Rahmen einer Inhouse - Weiterbildung erwerben mehrere MitarbeiterInnen des Jugendhauses eine Lizenz für das Elterntraining Triple-P® , das seither mehrmals im Jahr auch für externe Teilnehmerinnen angeboten wird. Durch die Umgestaltung der ehemaligen Schwesterwohnung in Besucherzimmer können Eltern sowohl an Wochenenden, als auch unter der Woche oder in Ferien bei uns mit ihren Kindern übernachten und an verschiedenen Programmen teilnehmen.2006 Die Mitgliederversammlung des Trägervereins "Kidnerheim Penzberg e.V." benennt den Verein um. Er heißt zukünftig "Kinder- und Jugendhilfe Penzberg e.V." und wird im Vereinsregister des Amtsgerichtes Weilheim geführt unter :Geschäftsnummer:VR 151Mit der Umbenennung soll der Veränderung in der Jugendhilfelandschaft Rechnung getragen werden. Die Einrichtung bietet längst im Bereich von Elterntrainings, ambulanten sozialpädagogischen, heilpädagogischen oder psychologsichen Hilfen einzeln und in Gruppen Leistungen an, die über den klasischen stationären Heimbetrieb hinausgeht. |
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